Dieser Sommer war viel zu kurz, der August zu kalt und viel zu verregnet. Ob dies Zeichen des Klimawandels waren oder ob der Himmel tränte, weil sich einige Rockmusiker aus Nürnberg in den Rockhimmel verabschiedeten, sei dahingestellt. Anyway! Anfang August starb Jürgen Stitz, der bis fast zum Schluss noch mit Ernst Schultz (Dylan Deutsch) und Waldi Schneider (ex-Ihre Kinder) auf der Bühne stand. Er programmierte die erste Homepage der Musikzentrale und pflegte diese als das Internet noch in den Kinderschuhen stand. Er projektierte „bands online“ und ist auf „Shelter from the storm“ zu hören, einer CD, die er mit Rick Roth, Volker Fenkl und Waldi Schneider bei Golly in Oberweiling einspielte. Zu betrauern ist auch Ralf Maciozek, der jahrelang für die Jonny Glizzer Band arbeitete. Zu beklagen ist auch der Tod von Hermann Hofmann von Pearl. Ein Höhepunkt in seiner Musikerkarriere war sicherlich der Auftritt zusammen mit Micha Voigt, die später mit The Run große Erfolge feierte vor Jack Bruce und Keili Keilhofer im Onoldia Saal in Ansbach. Aber nun zu einigen Highlights des Herbstes.
Die letzte Ihre Kinder-LP „Ihre Kinder-heute“, die bei Virgin erschienen ist und 1984 im Tonstudio Bär mit der Creme der Nürnberger Szene z.B. Hans Grasser, Traugott Jäschke, Hans Pukke (später bei Kevin Coyne) und vielen anderen eingespielt worden war, wird jetzt als CD wiederveröffentlicht. Die Präsentation findet am 30.10.2010 im Rundfunkmuseum (20 Uhr) statt, wo die beiden Masterminds Sonny Hennig und Ernst Schultz Videos aus der Ihre Kinder-Ära zeigen werden und Einblicke ins derzeitige künstlerische Schaffen geben wollen. Anschließend führt Walter Popp durch die Ausstellung „Rockin`Franken“, die vom Rundfunkmuseum und der Rockzentrale Franken konzipiert wurde. Ein weiteres Highlight im Rundfunkmuseum führt ist die CD Präsentation der legendären Fürther Band Da Capo „26 minutes out of WALHALLA“ am 14. November (15 Uhr). Wer sich über diese Band weitere Informationen vorab holen will, sollte sich schnellstens das Heft 73 des Rundfunk Museums besorgen, wo Walter Popp die Band portraitiert.
Quelle: Rick Roth